Posts filed under 'german'

Damit wäre dann auch surfen illegal…

Ja wie geil ist das denn?

Der neue § 53 Abs. 1 S. 1 UrhG: „Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird.

Ich kann Stefans Argumentation hier mit einer Einschränkung zustimmen. Streng genommen würde dies bedeuten, dass das Betrachten einer Webseite, die nicht unter einer CC oder ähnlichen Lizenz steht, illegal wäre, da Webseiten dem Urheberrecht nach „urheberrechtlich geschützte Werke“ sind und der Download dieser eine Vervielfältigung darstellt.

Mit gesundem Menschenverstand versteht man natürlich, wie es gedacht war — aber das hat noch nie jemanden davon abgebracht Gesetzeslücken auch anders zu nutzen…

Dies zeigt doch IMHO mal wieder eine gewisse Inkompetenz beim Gesetzgeber…

„Kopien brauchen Originale“
— „Internet braucht Kopie“

Add comment Juli 16, 2007

Zugriff auf Kommunikationsdaten nun auch für „private Rechteinhaber“

„Die Bundesregierung befürwortet weitere Verschärfungen des Gesetzentwurfs. In ihrer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrats unterstützt sie die Forderung, auch privaten »Rechteinhabern« die Identifizierung von Internetnutzern zu ermöglichen, etwa um die Nutzung von Tauschbörsen im Internet abmahnen zu können. Selbst zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten wie Falschparken will die Bundesregierung die Nutzung der Vorratsdaten zulassen.“ — vorratsdatenspeicherung.de

„Dies bestätigt unsere Warnung, dass alle Dämme brechen, sobald unser Kommunikationsverhalten erst einmal erfasst und protokolliert ist“, kommentiert Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Add comment Juli 6, 2007

Hacker-Tools an der Uni

„Informatiker fürchten Kriminalisierung“ — so die Artikelüberschrift bei Golem.

„Die Gesellschaft für Informatik (GI) macht sich Sorgen um das eigene Fach. Sie fürchtet, mit Einführung des geplanten § 202c StGB würden Informatiker kriminalisiert.
[...]
Der im Gesetzentwurf gewählte Wortlaut führe zu einer Kriminalisierung der heute in allen Unternehmen, Behörden und von Privaten verwendeten Programme zur Aufdeckung von Sicherheitslücken in IT-Systemen. Derartige Programme und Tools seien zur Absicherung gegen Angriffe jedoch unverzichtbar.“

So, wie ich das verstanden habe, wären nach dem neuen Gesetz z.B. Programme wie WireShark, ein Tool zum Anzeigen des Netzwerkverkehrs auf dem lokalen Subnet, illegal, da damit auch Passwörter, etc. „erschnüffelt“ werden können.

Dieses Programm wurde uns letztes Semester aber auch als wichtiges Tool zur Fehleranalyse in Netzwerken vorgestellt… Und dies ist nur eins von vielen Beispielen.

Programme sind nun einmal Werkzeuge — diese können für gute und böse Dinge eingesetzt werden. Wir verbieten ja auch keine Netzwerke, da darüber Straftaten begangen werden können.

Add comment Juli 4, 2007

Piratenpartei nun auch in NRW

Seit dem 9. Juni gibt es den Landesverband NRW der Piratenpartei Deutschland. (Siehe hier)

Die Piratenpartei versteht sich übrigens nicht als Filesharer-Partei, wie vielleicht aufgrund der Namensgebung vermutet werden könnte. (Angelehnt an eines der bekanntesten Bittorrent-Portale…)

„Wir stehen unter anderem für Bürgerrechte und Datenschutz, sind gegen Patente auf Leben, Geschäftsmodelle und Software. Wir beschäftigen uns aber auch mit dem Urheberrecht.“ — aus der Piratenpartei FAQ

Mit ihrer Ausrichtung behandelt die Piratenpartei auf jeden Fall Themen, die bei anderen Parteien recht kurz kommen, und spricht eine Zielgruppe an, die von den großen Parteien wenig ernst genommen wird.

Add comment Juni 23, 2007

Web 2.0 in Deutschland ausgebremst

Das Doener Blog hat eine recht ausführliche Auflistung der Gefahren, in die man sich in Deutschland mit dem Betreiben einer Mitmach-Seite begibt.

Selbst die Kommentar-Funktion im eigenen Blog ist ein gewisser Risiko-Faktor. Dass dies die freie Meinungsäußerung behindert liegt nahe.

Auch der Spiegel berichtet in einem kritischen Artikel über das Thema:

Jörg Heidrich, Justiziar des Heise-Verlags (verlegt Computer-Fachmagazine wie die ‘ct, betreibt ein Forum mit etwa 200.000 neuen Kommentare pro Monat) beschreibt das Ausmaß gegenüber SPIEGEL ONLINE: „Dies gilt nicht nur für Foren und Blogs mit Kommentarfunktion oder die Wikipedia. Betroffen ist vielmehr der gesamte Bereich des sogenannten Web 2.0.“

Einer der bekanntesten Fälle der Forenhaftung ist wohl der Fall Heise.

Add comment Juni 22, 2007

Neuanfang

Irgendwie war das nix mit dem Blog hier. Deswegen hab ich die alten Artikel rausgeschmissen und versuchs nochmal mit einem Neuanfang.

Das wird jetzt hier ein privates Blog und für die Programmiererei usw. gibts nen anderes. Schließlich will ich die rein technisch interessierten nicht mit privatem Zeug nerven und umgekehrt auch nicht.

Add comment Juni 19, 2007


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